Interview mit Khashayar Xerxes Voshmgir

Khashayar Xerxes Voshmgir war Keynote-Speaker auf dem #taid2015. Er ist 1978 im Iran geboren und in Wien aufgewachsen, studierte in England den interdisziplinären Studiengang Philosophy, Politics and Economics (PPE) und absolvierte danach Ausbildungen mit systemischen, holistischen und psychologischen Schwerpunkten. Durch seine Affinität zu technologischen Themen setzt er sich mit dem Spannungsfeld zwischen Innovation, Technologie und Kultur auseinander. Er leitet eine Dialoggruppe zu diesem Thema und arbeitet als Facilitator von Menschen und Organisationen in Transformationsprozessen.

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Wie hast Du den taid15 wahrgenommen?

Der #taid2015 THE AUSTRIAN IOT DAY 2015 war eine sehr professionelle Veranstaltung, v.a. im Hinblick, dass sie noch so jung ist und ehrenamtlich organisiert und umgesetzt wurde. Überrascht war ich über die große Anzahl an Teilnehmern (>900). Das Publikum war sehr viel älter und Business lastiger als erwartet und es gab eine gute Durchmischung. Man merkt, dass das Thema IoT mittlerweile aus dem technischen Prototypen Stadium bei den nicht technischen Kreisen angekommen ist.

Was hat Dir am besten bei der Veranstaltung gefallen?

Es gab eine große Vielfalt an sehr unterschiedlichen Talks und Workshops, welche ein breites Spektrum an Themen behandelte. Mir ist keine andere IoT Veranstaltung in Österreich bekannt, wo man gebündelt so eine Dichte an unterschiedlichen Impulsen zum Thema Internet der Dinge vorfinden kann.

Du hast es vorhin angesprochen – Du bist ja auch nicht ein typischer Techniker. Woher ist denn Dein Background?

Ich habe einen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Hintergrund. Mit meiner Firma Metamorvosicum arbeite ich mit Organisationen und ermögliche die Entwicklung und Umsetzung von neuen Perspektiven, die im Einklang mit den Potentialen des Marktes, des Unternehmens und der Mitarbeiter sind.

Und was war dann Dein Beweggrund um als Vortragender mitzumachen?

Ich glaube, daß es ganz wesentlich ist, die derzeitigen Entwicklungen im Umfeld IoT und Industrie 4.0 in einem größeren Kontext zu betrachten und das „was“, „wie“ und „warum“ wir es machen auch zu hinterfragen. Mir war es ein Anliegen Impulse zu setzen und grundsätzliche Fragen zur zukünftigen sozioökonomischen Situation und v.a. zum „Mensch sein im digitalen Kontext“ anzuregen. Und es hat sich ausgezahlt - durch den Vortrag konnte ich viele interessante Kontakte knüpfen, um dieses Themengebiet weiter voranzutreiben.

Zum Abschluss noch eine letzte Frage – welche Themen würdest Du Dir wünschen, daß sie bei zukünftigen Veranstaltungen vermehrt behandelt werden?

Die technische und damit Hand in Hand gehende soziale langfristige Technikfolgenabschätzung ist ein riesiger Themenbereich, der in der Zukunft immer wichtiger werden wird und den ich mit hohem Interesse betrachte. Ich würde mir wünschen noch mehr interdisziplinäre Auseinandersetzungen zu den Folgen von wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen und Möglichkeiten zu sehen.


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